Schandpfähle

Im Vorfeld der Bücherverbrennung rief die Reichsführung der DSt auf, Schandpfähle aufzustellen.

„(…) Wir werden an allen Hochschulen einen Schandpfahl errichten. Einen klobigen Baumstamm, etwas über mannshoch, auf Hochschulgebiet. An den Schandpfahl werden wir die Erzeugnisse derer nageln, die nicht unseres Geistes sind.

Für die ‚Weltbühne‘ dürften zweizöllige Nägel geeignet sein.
Für Herrn Stefan Zweig Reißzwecken genügen.
Ebenso für Herrn Ludwig und ähnliche Cohns.
Für Herrn Tucholsky wären Vierzöller zu empfehlen.
Und wir werden diesen Schandpfahl für immer stehen lassen. Solange wir ihn brauchen. Heute für die Schriftsteller, morgen für die Professoren. (…)“

Rundschreiben der DSt vom 19. April 1933.

Die Aktion wurde zwar offiziell abgeblasen, in Königsberg, Rostock, Münster und Dresden wurden die Schandpfähle trotzdem aufgestellt.

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