80 Jahre Bücherverbrennung – Veranstaltungen in Wien

Im Literaturhaus in Wien hält Klaus Amann vom Robert Musil Institut am 7. Mai einen Vortrag mit Filmausschnitten und Literaturbeispielen, drei Tage später findet am Dr. Karl-Lueger-Platz eine öffentliche Intervention statt.

Der Lueger-Platz wurde nicht zufällig für das Gedenken gewählt, galt doch das Kabarettlokal „Der liebe Augustin“ im Souterrain des neben dem Denkmal des antisemitischen Bürgermeisters liegenden Cafe Prückel als Ort des subtilen Widerstands in der Zeit des Austrofaschismus. Ab 12 Uhr werden Dokumente, Bilder und Texte an die Bücherverbrennungen erinnern, abends gibt es öffentlich und im Prückel-Souterrain Vorträge von Alfred Pfoser, Hilde Haider-Pregler, Birgit Peter und Franz Schuh. Die Österreichische Exilbibliothek, die vom Literaturhaus beherbergt wird, tritt indes auch als Kooperationspartner für die Filmschau „Verbrannte Bücher“ auf, die von 12. bis 21. Juni im Wiener Filmmuseum abgehalten wird.

PROGRAMM am 10. Mai

Lueger-Denkmal:

ab 12 Uhr Dokumente, Bilder und Texte zu den Bücherverbrennungen in Deutschland

18.30 Uhr
Alfred Pfoser (Wienbibliothek) über die Bücherverbrennungen in Deutschland und die Folgen in Österreich

19.00 Uhr
Hilde Haider-Pregler (Universität Wien) über den Exilort Wien 1933 – 1938

»KiP – Kunst im Prückel«:

20.00 Uhr
Birgit Peter (Universität Wien) über den historischen Ort: die Kleinkunstbühne »Der liebe Augustin«

20.30 Uhr
Franz Schuh über Kultur und Brutalität mit Lesung aus zeitgenössischen Texten

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